Im Mini auf Sternenreise

Naval Communication Chronicle NCC 16 1989/2 von Michael Rabba Im Mini auf Sternenreise Bremen (rab) . Einen Mini tragen brauchen die weiblichen „Raumschiff Enterprise“- Fans aus Bremen nicht, wenn sie demnächst mit ihren männlichen Kollegen aus der Hansestadt im Mini auf intergalaktische Reise gehen. Möglich macht´s der „STAR TREK MINI CLUB BREMEN“ (STMC BREMEN), der jüngst unter großem Interesse der Öffentlichkeit in der Weserstadt aus der Taufe gehoben wurde. Die Atmosphäre in dem bekannten Restaurant in der Bremer Innenstadt ist gespannt und doch gelöst. Erwartungsvoll blicken die sechs „Star Trek“-Fans zur Mitte des Tisches, an dem sie sich versammelt haben. Denn dort steht der nagelneue Wimpel mit der Aufschrift „USS ROLAND – STMC BREMEN“, dem Namen ihres Fanclubs, dessen Gründung sie an diesem Abend begehen wollen. Die Größe des Augenblicks zeichnet sich in den Gesichtern von Sabine, Frauke, Britta, Dörte, Bernd und Michael ab, als sie ihre Gläser erheben, um auf ihren nach dem Bremer Wahrzeichen benannten Club anzustoßen. Ein Trinkspruch darf natürlich nicht fehlen, und so benennt Bernd Frehsmann die bald schriftlich zu fixierenden Ziele des „USS ROLAND“: “ Wir wollen vor allem die Message der Star Trek Serie im Fandom verbreiten, nämlich seinen Mitmenschen mit Toleranz und Nächstenliebe zu begegnen und überhaupt!“ Sabine unterbricht ihn: „Wir sind so glücklich.“ Ja, glücklich scheinen sie zu sein, die Bremer Trekker. In Deutschland sind sie sechs von vielen hundert Enterprise-Anhängern, die in mehreren Clubs ihrem Hobby frönen. Doch so klein wie der wie der Bremer Club ist kein anderer. Diesem Sonderstatus sind sich die vier Bremer Mädchen und zwei Jungen dann auch durchaus bewußt: „Wenn wir mehr Mitglieder hätten, könnten wir uns ja nicht mehr „Mini-Club“ nennen“, erklärt Michael, und fügt hinzu“ Über das „Mini“ sind wir sehr glücklich” Kennengelernt haben sich die sechs Liebhaber des Aliens Mr. Spock, sowie des smarten Raumschiff- Captains Kirk erst vor kurzem. “ Ich rief Bernd an.“ sagt Sabine. „Ich rief Michael an.“ ergänzt Bernd. Ja, und auch Frauke, Britta und Dörte wurden angerufen oder riefen an, und so fanden sie zusammen. Schon nach einem Treffen wußten sie, daß sie etwas auf die Beine stellen wollten. „Etwas Neues, etwas Tolles, etwas Großes, was das Fandom nachhaltig beeinflußt.“,sollte es sein,erinnern sich die Bremer Weltraumbegeisterten.“Die Star Trek Serie enthält so viele Botschaften, soviel Sinn und Wissenswertes, daß wir einfach nicht anders konnten, als einen Club ins Leben zu rufen, und so der Öffentlichkeit in Norddeutschland klar zu machen: Star Trek lives auch hier !“ Bernd, Dörte, Sabine,Frauke, Michael und Britta wissen sehr wohl, daß noch viel Arbeit auf sie wartet, bis diese Absichten verwirklicht sind. Zunächst gilt es, eine Satzung für den Club zu verabschieden. Wie schwierig allein dies sein kann, zeigte sich schon an diesem Abend, als der Vorschlag von Bernd und Michael, als ersten Satzungspunkt den weiblichen Clubmitgliedern das Tragen von Minis vorzuschreiben, auf erheblichen Widerspruch stieß. Doch alle sechs Raumschiff-Enthusiasten aus der Weser Metropole sind guter Dinge: „Wir sind so glücklich !“ Eine erste Clubproduktion soll es schon bald geben. „Darin sollen nicht nur die heren Ideale der Enterprise-Serie ausreichend Platz finden, wir wollen auch vieles zum Schmunzeln und Lachen anbieten.“ kündigt Michael an. „Genauer gesagt: einige Seiten konzentrierten Schwachsinn !“ ergänzt ihn Bernd. Und wer die Bremer Trekkies so betrachtet, wie sie an besagtem Tisch in besagtem Bremer Restaurant sitzen und besagten Wimpel anschauen , der weiß genau : DAZU SIND SIE FÄHIG!